Heißen Herbst gibt’s erst nach Sommer
Streikrecht erhalten und Streikrecht nutzen!
Für kämpferische Gewerkschaften! — Stoppt die Sommer-Hundt-Initiative zur Einschränkung des Streikrechtes!
Beteiligt Euch am 29.09.2010 an den Demos im Rahmen des europaweiten Aktionstages:
13:00 Uhr europaweite Demonstration in Brüssel oder
18:30 Uhr Demonstration in Leipzig vom Kant-Gymnasium zum Bayrischen Platz
Einladung zum Gender-Theorie-Lesekreis
Jeden zweiten Dienstag um 19Uhr in der Libelle
Der Lesekreis beschäftigte sich bisher hauptsächlich mit dem Thema Polyamorie. Zu den wichtigsten Büchern zu diesem Thema zählt „The Ethical Slut“ von Dossie Easton und Janet W. Hardy. Ab dem 6. Juli möchten wir dieses Buch bei unseren Treffen besprechen. Wie würden uns über dein Kommen freuen!
Die Veranstaltung ist offen für alle!
(„The Ethical Slut“ 2nd edition, gibt’s für ca. 13€ oder schreibt uns zwecks ausleihen/kopieren eine mail)
Lesegrundlage für den 6. Juli:
„The Ethical Slut“, Kapitel 1: Welcome (S. 3-54)
Lesegrundlage für alle weiteren Veranstaltungen wird unter libelle-leipzig.de bekannt gegeben!
Kontakt: queer_lesen_lpz[ät]riseup.nospam.net
Sieben Jahre Libelle!
Am 13. Juni ist es wiedermal soweit …
das Libertäre Zentrum Libelle feiert Geburtstag!
Der nun schon siebente Geburtstag des Ladens fällt dieses Mal auf einen Sonntag und weil da traditionell Ausnüchtern angesagt ist, haben wir beschlossen einfach reinzufeiern. Viel gegessen und getrunken wird also vom Abend des 12. Juli an! Neben einer besonderen Ausgabe der Samstags-VoKü werden die Cocktailschürzen aus dem Winterschlaf geholt, noch geheime Überraschungsspiele kredenzt und vor allem ganz gesellig vergnügt.
Also kommt zuhauf, voll guter Laune und vergesst die Geschenke nicht!
Baltic-Sea-Tour Infoveranstaltung
Ein Referent der Magdeburger Jugendumweltschutzorganisation greenkids wird allen Interessierten die anstehende Baltic Sea Info Tour 2010 vorstellen und auf offene Fragen eingehen.
„The Baltic Sea is one of the most radioactively polluted water bodies in the world thus we think it is important to inform about nuclear power and its risks. The idea is to arrange an infotour around the Baltic Sea in summer 2010. That way we want to come in contact with local initiatives, carry out actions, take part in information events and organize some of those events ourselves, have network meetings with local activists, spread information about nuclear issues and maybe other topics, too.“
(Quelle: greenkids.de)
Die Ostsee ist eines der weltweit am stärksten radioaktiv verseuchten Gewässer, daher halten wir es für notwendig, über Atomkraft und dessen Risiken zu informieren. Der Plan lautet, diesen Sommer eine Infotour rund um die Ostsee zu veranstalten. Dadurch wollen wir mit lokalen Initiativen in Kontakt kommen, direkte Aktionen ausüben, an Informationsveranstaltungen teilnehmen und einige auch selbst organisieren, Vernetzungstreffen mit ortsansässigen Aktivist_innen abhalten, Informationen über Atomfragen verbreiten und zu anderen Themen vielleicht auch.
Begriffe von Gewicht
Patriarchat oder Heteronormative Matrix?
Patriarchat, heteronormative Matrix, Sexismus, Frauenunterdrückung — Begriffe, hinter denen sich verschiedene Konzepte von feministischer Gesellschaftskritik verbergen. Anstatt wilder und sinnfreier Wortjonglage wollen wir diese Konzepte offen legen und einer Kritik unterziehen. So wie sich die gesellschaftliche Realität verändert, wandeln sich auch die Begriffe, die zu ihrer Analyse herangezogen
werden. -»Patriarchat-« gilt in manchen Kreisen als altbacken, verstaubt und dem Oldschool-Feminismus zugehörig. Dagegen kommt -»heteronormative Matrix-« für andere als abstrakter und unzugänglicher Szenejargon daher, der sich in queeren Zusammenhängen zwar großer Beliebtheit erfreut, für
die Außenwelt, die Judith Butler nicht gelesen hat, aber eine leere Worthülse bleibt. Das Für und Wider und die Treffsicherheit der beiden Konzepte sollen diskutiert werden.
19Uhr werden Sonja Engel und Hannah Holme zu diesem Thema im GWZ (HS 2010) referieren. Anschließend (ca. 21:00) laden wir Interessierte ein, mit den Referent_innen in der Libelle weiter zu diskutieren (mit Vokü).
Info: http://uni-leipzig.de/~frages/
MonoPoly
Diskussion und Vokü
„Und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende”¦“ Das selbstverständlich zu zweit und in aller Regel auch heterosexuell. Das Lebenskonzept der monogamen Zweierbeziehung ist weit verbreitet und wird nur selten infrage gestellt, obwohl man angesichts der hohen Zahl von sogenannten Seitensprüngen in angeblich monogamen Beziehungen von einer Doppelmoral sprechen muss. Doch nicht nur Heterosexuelle sehen in dieser Art des Zusammenlebens oftmals den einzig „richtigen“ Weg, glücklich zu werden.
Auch viele lesbischwule Menschen reproduzieren die scheinbar selbstverständliche Idee der romantischen Zweierbeziehung, wie beispielsweise die Verlagerung des Schwerpunkts schwul-lesbischer Politik auf die Forderung der „Homo-Ehe“ in den 1990er Jahren verdeutlicht. Zwar ist die sogenannte offene Beziehung in Teilen der schwulen Subkultur eher die Norm als sexuelle Exklusivität, diese stellt jedoch die Vorstellung, es gebe den einen richtigen Partner, kaum infrage.
Auf der Grundlage ihrer empirischen Forschung stellen Gesa Mayer und Robin Bauer in ihren Vorträgen mit dem Titel „MonoPoly: Monogamie-Norm und Polyamorie auf dem Spielfeld der Besitzansprüche, Treue des Bekanntgehens“ zur Gender-Kritik-Reihe im GWZ (HS 2010 – 19Uhr – http://www.uni-leipzig.de/~frages/) der Norm der Monogamie in unserer Gesellschaft die Vielfalt tatsächlich gelebter Beziehungsformen entgegen. Sie zeigen, wie sich die Monogamie-Norm historisch entwickelt hat und bis heute auch im Leben von Polyamoristen gleichzeitig wirkungsmächtig bleibt und hintergangen wird. So zeichnen sie ein realistischeres Bild der Möglichkeiten und Grenzen alternativer Beziehungskonzepte jenseits der Logik von egoistischem Verhalten und „heimlichen Affären“.
Nach den Vorträgen im GWZ wird die Diskussion mit den Referent_innen in der Libelle weitergehen (mit Vokü!).
Soko ‚Erwin‘ – Mord an der Erziehungswissenschaft
ein NoBudget-KrimiHorror von Toter-Arm-Productions, 2008/09, 90 min.
Das Grauen geht um an der Uni Leipzig: Auf mysteriöse Art sterben Studis – Spuren gibt es nicht! Der Kriminaldirektor richtet die Sonderkommission „Erwin“ ein. Wird sie den Fall lösen, bevor sie an der
eigenen Inkompetenz verzweifelt? Und was treibt Prof. Engels im Experimentierkeller?
Ein unvergessliches Filmerlebnis in Eurer Libelle, am Montag 12. April um 20:15
Ein weltweiter Aufbruch
Buchvorstellung
Lou Marin vom Verlag Graswurzelrevolution stellt das neue Buch „EIN WELTWEITER AUFBRUCH“ von Johann Bauer vor. Es geht um die siebziger Jahre in Westdeutschland, Beginn der Anti-AKW-Bewegung, K-Gruppenzeit,Auseinandersetzung mit der RAF. Ein Stück Bewegungsgeschichte, erzählt von einem Beteiligten aus der Gründungszeit der Graswurzelbewegung.
20.2. Demo Berlin: Gewerkschaftsfreiheit verteidigen!
„… und weitere Aktionen während der Berlinale-Zeit
Während Stars und Sternchen sich im Glanze und Glamour der Berlinale feiern lassen, herrschen hinter den Kulissen trübe Zustände. So z.B. im Babylon Mitte, das Teil der Berlinale ist. Dort kämpfen nicht nur Beschäftigte seit einem Jahr für bessere Arbeitsbedingungen, dort geht es sogar um die Gewerkschaftsfreiheit. Die FAU Berlin ruft deshalb zu vielfältigen Aktionen während der Berlinale auf, u.a. einer Demonstration am 20. Februar.
Die FAU Leipzig ist als Mitveranstalterin der Liberterz dort gebunden. Wer in Gemeinschaft nach Berlin fahren möchte, kann sich an die FAU Halle wenden.
Infoveranstaltung zu den Frauenmorden in Oaxaca/Südmexiko
Frauenmorde in Oaxaca, Mexico — Straflosigkeit und Gegenstrategien
Vortrag und Diskussion mit YESICA SÃNCHEZ, Rechtsanwältin und Menschenrechtsverteidigerin aus Oaxaca
Sonntag, 24.01.10, um 16 Uhr (Kaffee und Kuchen) und 18 Uhr (Vortrag)
Nicht nur aus Ciudad Juárez, sondern auch aus anderen Regionen Mexikos dringen Nachrichten über zunehmende Gewalttaten gegen Frauen an die internationale Öffentlichkeit. Oaxaca belegt hier einen traurigen Führungsplatz.
Eines ist dem Phänomen in allen Regionen gemeinsam: dass der Staat auf allen Ebenen, als Strafverfolger, als Gesetzgeber und schließlich in den Gerichtssälen untätig bleibt. Dies ermöglicht Straflosigkeit und sendet ein klares Signal an die Täter: wer einer Frau Gewalt antut, sie gar umbringt, hat keine ernsten Konsequenzen zu befürchten. So werden alle Frauen für minderwertig erklärt und dem Risiko neuer Gewalttaten ausgesetzinfoveranstaltung zu den Frauenmorden in Oaxaca/Südmexikot.
Yesica Sánchez von der Menschenrechtsorganisation Consorcio wird über die Situation der Frauenmorde in Oaxaca, Mexico und über die Bedingungen, die die Gewalt gegen Frauen immer weiter zunehmen lassen, sprechen. Frau Sánchez wird auch über die verschiedenen Strategien der Zivilgesellschaft berichten, die dagegen ankämpft. Sie möchte im Anschluss an ihren Vortrag zur gemeinsamen Diskussion einladen.
Zur Person:
Die feministische Rechtsanwältin Yesica Sánchez Maya ist in Oaxaca geboren. Ihre ersten Erfahrungen als Anwältin machte sie als Vertreterin indigener Völker. Sechs Jahre war sie Präsidentin in Oaxaca von LIMEDH (Mexikanischer Bund für die Menschenrechte). Daneben war sie 2006 auch Mitglied der APPO (Vollversammlung der Völker von Oaxaca), wo sie begann, sich für die Belange von Frauen zu engagieren.
Wegen ihrer Aktivitäten als Menschenrechtsverteidigerin musste sie bereits staatliche Repressionen erleiden, gegen sie liegt ein Haftbefehl vor, der auf haltlosen Anschuldigungen basiert.
Die Informationsrundreise zum Thema Frauenmorde in Oaxaca wird vom Öku-Büro München organisiert. Sie findet statt im Rahmen der Kampagne „Ni una más – Die Frauenmorde in Mexiko stoppen!“, die mit Unterstützung des Diakonischen Werkes durchgeführt wird.
