Infoveranstaltung zu den Frauenmorden in Oaxaca/Südmexiko

Frauenmorde in Oaxaca, Mexico – Straflosigkeit und Gegenstrategien

Vortrag und Diskussion mit YESICA SÁNCHEZ, Rechtsanwältin und Menschenrechtsverteidigerin aus Oaxaca

Sonntag, 24.01.10, um 16 Uhr (Kaffee und Kuchen) und 18 Uhr (Vortrag)

Nicht nur aus Ciudad Juárez, sondern auch aus anderen Regionen Mexikos dringen Nachrichten über zunehmende Gewalttaten gegen Frauen an die internationale Öffentlichkeit. Oaxaca belegt hier einen traurigen Führungsplatz.

Eines ist dem Phänomen in allen Regionen gemeinsam: dass der Staat auf allen Ebenen, als Strafverfolger, als Gesetzgeber und schließlich in den Gerichtssälen untätig bleibt. Dies ermöglicht Straflosigkeit und sendet ein klares Signal an die Täter: wer einer Frau Gewalt antut, sie gar umbringt, hat keine ernsten Konsequenzen zu befürchten. So werden alle Frauen für minderwertig erklärt und dem Risiko neuer Gewalttaten ausgesetzinfoveranstaltung zu den Frauenmorden in Oaxaca/Südmexikot.

Yesica Sánchez von der Menschenrechtsorganisation Consorcio wird über die Situation der Frauenmorde in Oaxaca, Mexico und über die Bedingungen, die die Gewalt gegen Frauen immer weiter zunehmen lassen, sprechen. Frau Sánchez wird auch über die verschiedenen Strategien der Zivilgesellschaft berichten, die dagegen ankämpft. Sie möchte im Anschluss an ihren Vortrag zur gemeinsamen Diskussion einladen.

Infoveranstaltung zu den Frauenmorden in Oaxaca/Südmexiko

Zur Person:

Die feministische Rechtsanwältin Yesica Sánchez Maya ist in Oaxaca geboren. Ihre ersten Erfahrungen als Anwältin machte sie als Vertreterin indigener Völker. Sechs Jahre war sie Präsidentin in Oaxaca von LIMEDH (Mexikanischer Bund für die Menschenrechte). Daneben war sie 2006 auch Mitglied der APPO (Vollversammlung der Völker von Oaxaca), wo sie begann, sich für die Belange von Frauen zu engagieren.

Wegen ihrer Aktivitäten als Menschenrechtsverteidigerin musste sie bereits staatliche Repressionen erleiden, gegen sie liegt ein Haftbefehl vor, der auf haltlosen Anschuldigungen basiert.

Die Informationsrundreise zum Thema Frauenmorde in Oaxaca wird vom Öku-Büro München organisiert. Sie findet statt im Rahmen der Kampagne „Ni una más - Die Frauenmorde in Mexiko stoppen!”, die mit Unterstützung des Diakonischen Werkes durchgeführt wird.

Die Zapatistische Bewegung in Chiapas/Mexiko 16.6.-7.7.2009

Liebe Menschen, Compañer@s,

wir, die neugegründete Gruppe “ya basta” Leipzig, möchten euch zu unserer Veranstaltungsreihe über die zapatistische Bewegung in Chiapas (Südmexiko) einladen.

Bienvenidos in Morelianächste Veranstaltung am: 30.6. Diskussion: Zapatistische Selbstorganisation und Politik
20 Uhr - Libelle, Kollonadenstraße 19

Den ganzen Beitrag lesen

[Chiapas-Info] Solidaritätskarawane in Chiapas

Zapatistas berichten von Problemen und Fortschritten in den selbstverwalteten Gebieten

Seit dem 29. Juli 2008 bereisen verschiedene Brigaden der „Nationalen und Internationalen Beobachtungs- und Solidaritätskarawane mit den zapatistischen Gemeinden“ den südmexikanischen Bundesstaat Chiapas. Insgesamt nehmen an den Aktivitäten über 300 Personen aus dem spanischen Staat, Frankreich, Griechenland, Italien, Schweiz, Österreich, USA, Iran, Kanada, Argentinien, Deutschland sowie aus den mexikanischen Bundesstaaten Oaxaca, Chiapas, Puebla, Mexiko-Stadt, Baja California Sur, México, Michoacán und Veracruz teil. Ziel der Karawane ist, Solidarität zu demonstrieren und sich direkt in den Unterstützungsgemeinden der EZLN (Zapatistische Armee zur nationalen Befreiung) über die Repression und weitere Probleme in der Region, aber auch über die Fortschritte der linksgerichteten Bewegung zu informieren. Den ganzen Beitrag lesen

10.6.: Der Aufstand der Würde

cover aufstand der würdeAm Dienstag, den 10.6. um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) - sowie Infos zur aktuellen Situation in Chiapas und zum Café Libertad-Kollektiv

Ein Film des Zwischenzeit e.V. aus Münster. Dokumentarfilm, 65 min, BRD/México 2007

Aus aktuellem Anlass der vermehrten paramilitärischen Aktivitäten in Chiapas zeigen wir einen Film über die Hintergründe der zapatistischen Bewegung und informieren über die Situation vor Ort. Zudem zeigen wir Möglichkeiten praktischer Solidarität auf und berichten über das Cafe Libertad-Kollektiv. Den ganzen Beitrag lesen

[8.4.] Ein kleines bisschen (von so viel) Wahrheit

Cover FilmEin Dokumentarfilm über den langen Sommer der Rebellion in Oaxaca/Mexiko.

Einlass wie jeden Dienstag 19 Uhr und Beginn 20 Uhr.

Was mit einem Streik der LehrerInnen für bessere Löhne und soziale Bedingungen begann, führte im Sommer 2006 zu einer beispiellosen Rebellion und breiten Solidarisierung der Bevölkerung im südmexikanischen Staat Oaxaca. Über Monate hinweg werden Strassen blockiert, Regierungsgebäude besetzt, die Stadt in Selbstverwaltung regiert und die Absetzung des verhassten Gouverneurs Ulises Ruiz Ortiz gefordert. Den ganzen Beitrag lesen

Nachricht aus Chiapas

Über Schleichwege des Internetdschungels erreichte uns eine Nachricht (ausnahmsweise mal) über eine positive Entwicklung in Chiapas. Weil ansonsten sieht es nicht gut aus, die Spannung steigt und Repression ist an der Tagesordnung. Die Zapatistas sind mehr denn je auf internationale Solidarität angewiesen. Mehr Infos auf Chiapas 98.de und zum Aktivwerden beim Ya-basta-Netz. Den ganzen Beitrag lesen

Chiapas: Europaweiter Aktionstag 15.2.

In den letzten Monaten haben die Angriffe auf zapatistische Gemeinden drastisch zugenommen. Der Krieg niederer Intensität hat ein Ausmaß angenommen wie seit dem Massaker von Acteal vor zehn Jahren nicht mehr. Deshalb gibt es einen Aufruf für einen europaweiten Aktionstag vor den Botschaften und Konsulaten Mexikos am 15. Februar 2008 anlässlich des zwölften Jahrestages der Abkommen von San Andrés.

Update (14.2.): Atenco Resiste und die Gruppe BASTA haben ein Flugblatt entworfen, dass bei Interesse auch anderswo verwendet werden kann. Dieses und eine Bearbeitung findet Ihr auf www.chiapas98.de

Update (18.2.): in mindestens einem halben Dutzend Städten kam es in der BRD zu Solidaritätsaktionen - siehe www.chiapas98.de

Den ganzen Beitrag lesen

Reihe: “Entwicklungen im 21.Jahrhundert”

Konflikte Projekte Selbstorganisation in Mittelamerika und China - Veranstaltungsreihe vom 26.11. bis 17.12.

Das libertäre Kultur- und Kommunikationszentrum Libelle ist im November und Dezember einer von drei Veranstaltungsorten der Reihe „Entwicklungen im 21. Jahrhundert- Konflikte- Projekte- Selbstorganisation“ des PLAQUE e.V..

Die Veranstaltungsreihe gibt Einblick in aktuelle Entwicklungen unterschiedlicher Trikontländer. Neben der kritischen Betrachtung von großen „Entwicklungsprojekten“ wie dem Bau von Staudämmen und der Förderung der industriellen Garnelenzucht, wird in den Veranstaltungen die Menschenrechtssituation in verschiedene Trikontländern dargestellt.

Außerdem berichtet die Inforeihe von gelungen Projekten in denen Menschen sich selbst organisieren und eine partnerschafliche Zusammenarbeit zwischen Organisationen aus reichen und armen Staaten verwirklicht wurde.

Den ganzen Beitrag lesen

Der Aufstand der Würde

Die zapatistische Bewegung in Chiapas/Mexiko

Dokumentarfilm, BRD/México 2007

Ein Film des Zwischenzeit e.V. aus Münster.

Montag, 17.12. 19:00 Uhr, Gießer Straße 16

Am 1. Januar 1994 besetzten Tausende Indigene unter der Losung “Ya Basta!” (Es reicht!) sieben Städte im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas. Zwei Wochen lang kämpften die Zapatistas - die sich nach dem Revolutionär Emiliano Zapata benannten - bewaffnet gegen die Regierung, die für sie nur Missachtung oder Gewalt übrig hatte. Seitdem setzen sie sich mit friedlichen Mitteln gegen Ausbeutung, Rassismus, Unterdrückung der Frauen und Naturzerstörung ein. Die Zapatistas besetzten Ländereien von Großgrundbesitzern und bauen dort eigene Strukturen auf. Lokale Machthaber und die Regierung reagieren darauf bis heute mit Repression und Sabotage. Die Zapatistas riefen bereits 1996 zur Bildung einer “Internationalen der Hoffnung” auf, um gemeinsam mit anderen Bewegungen für eine solidarische Gesellschaft zu kämpfen. 2005 starteten sie mit der “Anderen Kampagne” ihre neueste Initiative, die eine neue Verfassung für Mexiko und die Stärkung des globalen Widerstandes gegen den Neoliberalismus durchsetzen soll. Ziel der Zapatistas ist eine basisdemokratische Gesellschaftsordnung. Das Filmteam besuchte mehrere zapatistische Gemeinden und sprach vor allem mit den Menschen der Basis. Die Dokumentation bietet eine Einführung in das Thema, anschauliche Einblicke in selbstverwaltete Gesundheits-, Bildungs- Landwirtschafts- und Kollektivprojekte, das Politikverständnis und die internationale Bedeutung der Bewegung.

Kaffee, Kaffee, Kaffee…

Was steckt hinter den fair trade Siegeln?

 

Referat von und mit Rica Dauth

Dienstag, 27.11. 19:00 Uhr, Libertäres Kultur- und Kommunikationszentrum Libelle (Kolonnadenstr. 19)

Kaffee ist den meisten Menschen nur als Genuss-und Suchtmittel bekannt. Dass es nach Erdöl der meist gehandelte Rohstoff ist und dass 25 Millionen Bauernfamilien von dem braunen Gold abhängen, gerät häufig in Vergessenheit. Die seit knapp 20 Jahren anhaltende Kaffeekrise hat dramatische Folgen für die Kaffee-ProduzentInnen. Hinzu kommt erschwerend der Wettbewerb auf dem Welt-Markt. Für die ProduzentInnen bedeutet das sich entweder den gestellten Weichen der großen Kaffee- und Lebensmittelkonzerne zu beugen oder eigene Ideen und Konzepte zu entwickeln sich im Haifischbecken der Globalisierung zu behaupten. Im Idealfall sind diese Ideen so f1000013bw_579.jpgrevolutionär oder exquisit, dass sie die Aufmerksamkeit der KonsumentInnen erregen. Geschafft hat das eine zapatistische Kaffeekooperative aus dem südmexikanischen Bundesstaat Chiapas, deren Bohnen von einer kleinen Hamburger Rösterei unter dem Namen Café Libertad vertrieben werden. Die zapatistischen Kaffeebauern haben ihren fair gehandelten Bio-Kaffee auf dem Weltmarkt untergebracht ohne sich dem Diktat und den Knebelverträgen der großen Wirtschaft zu unterwerfen. Wie ist ihnen das gelungen, unter welchen Bedingungen arbeiten sie und mit welchen Schwierigkeiten sind sie konfrontiert ? Was hat Zapatismus mit Kaffee zu tun? Und war es der Bio- und Fairtrade Faktor, der Café-Libertad zu seinem Auftrieb verholfen hat? Im Warenregal der 1001 Angebote, scheinen Bio-und Fairtradeprodukte noch immer eine hinreichend „exquisite“ Alternative zu sein und eine, die suggeriert, das der Endverbraucher seinen, wenn auch kleinen Teil, für eine bessere und gerechtere Welt leistet. Gesiegelte Fairtrade-Produkte beispielsweise sollen Sicherheit beim Konsumenten wecken. Doch wer verbirgt sich hinter den Labelling-Firmen, an wen vergeben sie ihre Siegel und unter welchen Bedingungen? Fairtrade goes Mainstreaming und das nicht erst seit Plus fair gehandelte Kaffee mit ins Sortiment aufgenommen hat, um ihn kurze Zeit später wieder aus den Regalen zu nehmen. Doch welche Konsequenzen hat das massentaugliche Fairtrading für die Kaffee-ProduzentInnen, und was bedeutet diese Entwicklung für die EndverbraucherInnen? Rica Dauth hat viele Erfahrungen und Bilder zum Thema Kaffee im Gepäck die aus ihren Lateinamerikareisen stammen.

 

 

Nächste Einträge →