” … aber hat nicht gedient! ” - Junge Menschen verweigern den Krieg

15. Juni  ***   20. 00 ***

Audioslideshow (ca. 45 min) + Infoveranstaltung zur Situation von Kriegs- und Zivildienst ab Juli 2011 “nach” der Bundeswehrreform

Wieso legen sich junge Menschen mit der mächtigsten Institution im Staate an - dem Militär?

Gerade erwachsen sollen sie der Wehrpflicht Folge leisten und den Dienst in der Armee antreten. Doch eine Handvoll Männer und Frauen hat eine ganz andere Idee: Sie sagen konsequent Nein!

Der Fotograf Timo Vogt besuchte Kriegsdienstverweigerer in Deutschland, Armenien, Israel und der Türkei. Sie erzählten von ihren Beweggründen und den zuweilen folgenschweren Konsequenzen ihrer Gewissensentscheidung. An der israelischen Sperrmauer, mit der Bundeswehr am Hindukusch, bei Militärparaden in der Türkei oder in den Schützengrüben der Front von Nagorny-Karabach entstand die fotografische Begleitung der Geschichten von mutigen Querdenkern.

Die Audio-Slideshow verbindet Fotografie und Ton zu einem “Film” der besonderen Art. Die verwobenen Aussagen der Kriegsdienstverweigerer werden von Stills visuell begleitet, die Einblicke in die Welt der Kriegsdienstverweigerer geben.

Jan-Patrick Ehlert ging in die Kaserne, stellte sich vor den Zugführer und erklärte, keine Befehle zu befolgen. Eineinhalb Monate schickten sie ihn dann von einem Arrest in den nächsten. Für die Israelin Or Ben David gab es kaum ein Halten mehr, als sie in Militär-Arrest kam, dessen Regeln für sie so unglaublich lächerlich erschienen. Mehmet Tarhan widersetzte sich der türkischen Armee, wurde verhaftet und bekam die Macht des Militärs brutal zu spüren. Folter gegen einen, der Gewalt ablehnt. Nach 22 Monaten Haft bekam Karen Smbatyan den armenischen Wehrpass ausgehändigt: “Ist tauglich, aber hat nicht gedient”, steht dort geschrieben.

Vier Geschichten von einer engagierten Frau und drei Männern, die partout nicht in eine Uniform steigen wollen.

18.12.: Gender-Vokü mit Film

Die Gender-Theorie-Gruppe kocht ein schmackhaftes Menü und präsentiert den Film “Fremde Haut”.

Inhalt:

Sie ist jung, sie ist schön, sie ist intelligent. Und sie liebt Frauen. Dafür droht der Dolmetscherin Fariba (Jasmin Tabatabai) in ihrem Heimatland Iran die Todesstrafe. Nachdem ihr lesbisches Verhältnis von unerbittlichen Sittenwächtern entdeckt wurde, flieht sie nach Deutschland. Nach Ablehnung ihres Asylantrages am Flughafen Frankfurt droht ihr die Abschiebung. Der Selbstmord eines iranischen Mitinsassen (Navid Akhavan) eröffnet ihr einen Ausweg aus der verzweifelten Situation: Fariba nimmt seine Identität an und erhält als Siamak Mustafai eine vorübergehende Aufenthaltsgenehmigung in der schwäbischen Provinz. Die kultivierte Großstädterin in fremder Haut landet in einem kleinen Kaff. Sie kennt Deutschland aus der Literatur - auf Sielmingen ist sie nicht vorbereitet.


Sie spricht wie ein Mann, geht wie ein Mann, gibt sich wie ein Mann. Und will nur eins: ihre weibliche Identität zurück. Um einen falschen Pass bezahlen zu können, arbeitet sie illegal in einer Sauerkrautfabrik und lernt Anne (Anneke Kim Sarnau) kennen, eine junge Kollegin. Die findet Gefallen an dem seltsamen Fremden. Fariba kann nicht widerstehen, zögert aber, ihren Gefühlen nachzugeben, um ihre Siamak-Fassade nicht zu gefährden; dann offenbart sie ihr Geheimnis und das Glück scheint zum Greifen nah.

Die Vokü beginnt, wie gewohnt, 20 Uhr und der Film wird ab ca. 22 Uhr gezeigt.

12.11. Einführung in die Tierbefreiungstheorie

Thema

Ansätze der Tierrechts- und Tierbefreiungstheorie.

Moralphilosophie, Sozialkonstruktivismus, Lingustik und Feminismus/Gender Studies

Referent

Andre Gamerschlag

Dipl. Sozialwissenschaftler und Frauen-/Geschlechterforscher

Wann

Freitag, 12.11.2010, 19 Uhr

Sonst so

Außerdem wird es Vokü geben.

Nach dem Vortrag folgt der Film „easy.vegan“.

Beschreibung des Vortrags

Dieser Einführungsworkshop gibt einen Überblick über einige häufig auftauchende Ansätze der Tierrechts-/Tierbefreiungstheorie bzw. der Forschung der Mensch-Tier-Beziehungen und richtet sich vor allem an Einsteiger_innen. Der Workshop beginnt mit der Erläuterung der Konzepte Anthropozentrismus und Speziesismus.

Anschließend werden exemplarisch moralphilosophische, sozialkonstruktivistische, linguistische und feministische Ansätze vorgestellt. Die moralphilosophischen Ansätze von Peter Singer und Tom Regan sind Varianten des Gleichheitsprinzips und zählen zu den frühesten theoretischen Überlegungen der heutigen Welle der Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung. Singer wird dabei kritisch betrachtet. Danach wird mit einer sozialkonstruktivistischen Perspektive die Frage bearbeitet, wie nichtmenschliche Tiere sozial und kulturell zu „Anderen“ gemacht werden.

Aus linguistischer Sicht sind vor allem die artdiskriminierende Sprache und sprachliche Überlagerungen (z.B. Frischfleisch) interessant. Der Vortrag endet mit Carol J. Adams Theorie der Geschlechterpolitik von Fleisch, als Beispiel für einen feministischen Ansatz und mündet dann in eine offene Kritik-, Fragen- und Diskussionsrunde. Zudem wird nach jedem Ansatz Raum für Fragen und Diskussionen sein, bevor der nächste vorgestellt wird. Verständnisfragen können jeder Zeit während des Vortrags gestellt werden.

flyer 12.11.10 flyer 12.11.10 (hinten)

Sonnabend, 16.10.: Vokü mit Film

Nach einem langen anstrengenden Demo-Tag, könnt ihr euch in der Libelle bei schmackhaften Essen und einem interessanten Film entspannen.

Die Gender-Gruppe zeigt “XXY”, ein argentinischer Film von 2007, original Spanisch mit englischem Untertitel.

Inhalt:

Der Filmtitel ist als Metapher für Intersexualität (auch: Disorders of Sexual Development) zu verstehen. In leisen Tönen und ohne zu viel zur Schau zu stellen, wird ein Teil aus dem Leben der mit dem Androgenitalen Syndrom (AGS) und als Mädchen lebenden Alex innerhalb der Pubertät erzählt. Ein mit dem Syndrom einhergehender familiärer Konflikt ist zu verhandeln, denn Alex lehnt die bis jetzt eingenommenen Hormone ab, die ihre Vermännlichung unterbinden …

Das hier thematisierte AGS ist eine angeborene Cortisonmangelerscheinung, die mit einer vermehrten Ausschüttung männlicher Hormone zusammenhängt und bei biologisch weiblichen Geborenen zur Vermännlichung der äußeren Geschlechtsorgane einhergeht.

Die Vokü beginnt, wie gewohnt, 20 Uhr und der Film wird ab ca. 22 Uhr gezeigt.

Infobuden Veranstaltungen im MAI

Wir freuen uns auf euch! Als Besucher aber genauso (wenn nicht noch mehr) wenn ihr mal ne vokü übernehmen wollt, oder ne Veranstaltung. Nach der alten Weisheit “das Private ist politisch” sind wir sehr offen für alle Formen oder Aktivitäten wie sich Menschen näherkommen können und einfach mal gemeinsam sein….

montag, 10.05 - 20uhr THEMROC- geselliges filmschauen eines freakigen bis surrealistischen meisterwerks
montag, 17.05 -20uhr „SURPLUS -terrorized into being consumers“. ästhetische doku über die konsum-kultur
montag, 24.5 pfingstmontag → Vokü fällt aus!
montag, 31.05 -18uhr SPIELE – bei schönem wetter „bewegungspiele“ im park, sonst brettspiele. vokü dann später!
montag, 7.06- 20uhr

Basteln für den Libelle Geburtstag….

Gemeinsam mal wieder kreativ tätig sein, schnippeln kleben usw…..

Vokü zur Sommerzeit

ACHTUNG! Aufgrund technischer Probleme und zeitgleicher Kundgebung vor dem Hbf unter dem Motto “Free Mumia and all Political Prisoners” fällt das geplante Kost-Nix-Kino mit den Filmen “Dead Man” und “Kein Pardon” leider aus.

Kuchen, Muffins und Nussecken stehen jedoch trotzdem bereit, ab 20 Uhr gibt es wie gewohnt die Vokü und im Anschluß solidarische Cocktails bis zur Zeitumstellung!

Frühlingsanfang in der Libelle

Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muss sich alles, alles wenden.

Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal;
Nun, armes Herz, vergiss der Qual!
Nun muss sich alles, alles wenden.

Ludwig Uhland

Es duldet keinen Aufschub, er ist endlich da! Der Frühling! Also flugs auf die Räder geschwungen und kommt her! Wir präsentieren euch ab 18Uhr einen Film über die verbotene Liebesbeziehung zweier Frauen in China (Originaltitel: Les Filles du botaniste). Gegen 20 Uhr gibt´s dann die heiß ersehnte Asia-Frühlings-Vokü inklusive Frühlingsrollen vom Feinschmecker-Vokü-Team mit anschließender brachialstmöglicher MärzenBrecherCocktailbar um die Phase des Bewegungsdranganfangs gehörig einzuläuten!