So, 06.02.: Vegan und Kinder!?

Info- und Diskussionsveranstaltung über vegane Ernährung während der Schwangerschaft und vegane Kindererziehung

„Du bist schwanger und isst keine Milchprodukte? Denkst du denn gar nicht an das Kind?“

„Die Gesundheit des Kindes sollte dir wichtiger sein als deine komischen Ernährungsgewohnheiten!“

„Hier geht es nicht mehr um dich, sondern um dein Kind!“

„Aber dein Kind wirst dann schon normal ernähren und mit diesem Quatsch endlich aufhören!?“

Menschen, die sich vegan ernähren und schwanger sind oder bereits Kinder haben, werden diese Sätze sicherlich so oder so ähnlich schon einmal oder mehrfach gehört haben. Für viele ist es unvorstellbar, sich während einer Schwangerschaft vegan zu ernähren oder ihre Kinder an vegane Ernährung heranzuführen.

Was gibt es wirklich für Risiken während einer Schwangerschaft? Was für Risiken bei Kindern?

Wie sehr können/dürfen wir die Ernährung unserer Kinder bestimmen?

Wie kann der Vitaminbedarf, vor allem von Vitamin B12 gedeckt werden?

Zu diesen und anderen Fragen wollen wir uns informieren, austauschen und miteinander diskutieren, gerne auch mit Kindern!

So, 23. Januar: Vegan-Brunch

Es ist wieder soweit! Ein Monat ist vergangen und es gibt wieder einen schmackhaften Vegan-Brunch. Also Kind und Kegel gepackt und ab in die Libelle! Wie gewohnt von 12-16 Uhr.

So, 16.01.: Großes Ladentreffen

Am Sonntag wollen wir uns ab 15 Uhr alle in der Libelle treffen, um über uns zu reden. Wer sind wir eigentlich? Was wollen wir? Wo wollen wir hin?

Alle Personen und Gruppen, die sich als Teil der Libelle verstehen, sind herzlich dazu eingeladen, an diesem Treffen teilzunehmen!

Der Raum wird von vielen verschiedenen Personen und Gruppen als Treffpunkt, Arbeitsraum, Kochgelegenheit, Veranstaltungsraum etc. genutzt. Um dies zu ermöglichen, ist es wichtig, dass sich viele Menschen engagieren. Wer Interesse daran hat, dass die Libelle weiterhin besteht, möge also am Sonntag vorbei kommen, damit wir alle gemeinsam darüber reden können, wie es weitergehen soll!

Denn:

OHNE EUCH KEIN LADEN, KEIN LADEN OHNE EUCH!

21.01: Workshop: “Go vegan or go to hell??!?” - Eine Kritik veganer Identitätspolitiken

Referent_innen: Berliner Tierbefreiungsaktion

Heutzutage in der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung aktiv zu sein, ohne gleichzeitig vegan zu “sein”, ist für viele fast schon undenkbar geworden. Mögen die Aktivist_innen sonst auch an vielen Stellen unterschiedlicher Meinung sein, der Nichtkonsum bestimmter Produkte als Kritik am herrschenden Mensch-Tier-Verhältnis eint sie - und grenzt sie von allen Anderen ab.

Das “Vegan-Sein” übt für viele Menschen auch deshalb eine starke Anziehungskraft aus, weil es als eine “ethische”, “gute” und “richtige” Konsumweise erscheint. Diese Begründung von Veganismus wirft aber einige Fragen auf: Aus komplexen Herrschaftsstrukturen und kaum überschaubaren Produktionsprozessen kann auch dann nicht einfach ausgestiegen werden, wenn die Welt und das Supermarktsortiment in vegan und nicht-vegan geteilt werden. Denn keineswegs ist in dieser kollektiv gelebten ?veganen Verhaltensvorschrift? automatisch eine komplette Aufgabe der eigenen Beteiligung an tierausbeutenden Prozessen angelegt. Auch weiterführende Fragen nach der Produktion (z.B. Arbeitsbedingungen, ökologische Aspekte) sind erst einmal nachrangig. Welche Probleme, Abgrenzungs- und Ausschlussmechanismen mit einer veganen Identität verbunden sind - aber auch welches Potenzial im Veganismus steckt und wie viel er wirklich mit der Befreiung der Tiere (und der Menschen) zu tun hat, wird im Workshop zu diskutieren sein.

Neben der veganen Identität gibt es viele andere Identitäten, die dafür sorgen, dass Menschen zur Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung gehören - oder eben nicht. Da insbesondere sich als Tierbefreier_innen und/oder Antispeziesist_innen verstehende Menschen oftmals gleichzeitig in autonomen Bewegungen verortet sind, teilen sie auch eine Vielzahl an Symboliken, Handlungen und Vorstellungen dieses Spektrums. So wird sich ein zweiter Schwerpunkt des Workshops mit Merkmalen autonomer Identität und den Schnittmengen mit der Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung beschäftigen.

In einem einleitenden Referat werden anhand anschaulicher Beispiele Mechanismen und Problematiken veganer und autonomer Identitäten herausgearbeitet und (solidarisch) kritisiert. Raum zur Diskussion soll eine anschließende Kleingruppenphase geben. Den Abschluss bildet das Zusammentragen der Ergebnisse und eine Auswertung. Ziel soll die Sensibilisierung für eigene ausschließende Szeneidentitäten und die Erörterung eines möglichen konstruktiven Umgangs mit Identitäten sein. Vorwissen wird dabei nicht vorausgesetzt.

Beginn: 19 Uhr