»Hinter tausend Stäben keine Welt«
Zwischen Mensch und Tier ist eine Mauer gebaut. Von Philosophen, Theologen und Wissenschaftlern, die behaupten, Tiere hätten keine Seele, keine Vernunft, keine Gefühle. Bis heute rechtfertigt diese Mauer alle erdenkliche Gewalt gegen Tiere – sie bleiben außen vor, ihr Leiden sieht man nicht. Doch immer wieder haben Dichterinnen und Schriftsteller die tiefe Zusammengehörigkeit von Mensch und Tier erspürt. Mit Gedichten und Geschichten durchbrechen sie die Mauer und geben den Blick frei auf die eigene Würde der Tiere. Jenseits von Ideologie und philosphischer Debatten beenden sie die vermeintliche Stummheit der Kreatur. Die Grenze schmilzt, die Ausbeutung wird fraglich und der Mensch steht neben dem Tier und nicht länger über ihm. Im Vortrag werden Texte von Rainer M. Rilke, Leo Tolstoi, Franz Kafka, Sarah Kirsch, Elias Canetti, Milan Kundera und einigen anderen vorgestellt.
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