Der Kleiderhaken

Die Schattenseiten des Freihandels in der globalen Bekleidungsindustrie

Mit Einleitungsvortrag und anschließendem Produzentengespräch

Dokumentarfilm BRD/Honduras 2006

Ein Film des Zwischenzeit e.V. aus Münster.

Montag, 10.12. 19:00 Uhr, Gießer Straße 16

Die Textil- und Bekleidungsindustrie in Deutschland ist seit Jahren von Arbeitsplatzabbau und Produktionsverlagerung in Niedriglohnländer geprägt. Beschleunigt wurde diese weltweite Entwicklung durch internationale Freihandelsabkommen. Gegenwärtig ist es weitaus billiger, die verschiedenen Produktionsschritte über den gesamten Globus zu verteilen als kundennah herzustellen. 90% unserer Kleidung werden mittlerweile in Niedriglohnfabriken, auch Maquiladoras genannt, hergestellt.

Auswirkungen von steuer- und zollbefreiten Industriezonen im Trikont sind Kürzungen in den Gesundheits-, Sozial- und Bildungssystemen und zunehmende Verarmung in den jeweiligen Ländern. Weltweit kritisieren Organisationen die miserablen Arbeitsbedingungen in den Fabriken.

einsatz_von_chemikalien_bei_freshtex.jpgIm Mittelpunkt des Films steht die Stadt San Pedro Sula in Honduras. Sie gilt als die Maquiladora-Metropole in Mittelamerika. Primär produzieren die Fabriken Kleidungsstücke für den nordamerikanischen und europäischen Markt. Niedrige Löhne, fristlose Kündigungen, (sexuelle) Übergriffe und Gewerkschaftsverbot gehören zum Alltag dieses Wirtschaftszweiges. Die eingesetzten Chemikalien zerstören nicht nur die Umwelt, sie reichern sich auch in der Kleidung an und gefährden die Gesundheit von ArbeiterInnen und KonsumentInnen.

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