(11.11.) “Saving Iceland”
Vortrag mit Film und Vokü am Sonntag 11.11. 18:00
AktivistInnen der Kampagne und Graswurzelorganisation “saving iceland” berichten über den globalen Kampf der letzten Jahre gegen die umweltzerstörende Schwerindustrie, insbesondere gegen die Aluminiumproduktion und Staudammprojekte in Island. Außerdem wird das internationale Protestcamp im Sommer 2008 vorgestellt.
Die Aluminiumproduktion ist ein äußerst lukratives Geschäft: 30 % des Metalls wird direkt in Rüstungsgüter umgesetzt, während der andere Teil geht zum größten Teil in die Produktion von Autos, Flugzeugen und anderen Verkehrsmitteln fliesst. Sie ist somit eine der Grundlagen für das Führen von Kriegen und Umweltzerstörung.
Seit einigen Jahren ist Island ins Interesse der enorm energieintensiven Aluminiumindustrie geraten. Die Aussicht, in Island durch den Bau von riesigen Staudämmen an den Gletscherflüssen billige Energie für die Produktion zu bekommen, nicht verbrauchte Verschmutzungsrechte nach Kyoto, komplett unbevölkerte Gebiete und eine Bevölkerung, die keine Tradition von Protest hat, machen Island für sie zum perfekten Standort. Die entsprechenden Staudammprojekte werden als grüne Energie vermarktet – grün sind sie jedoch nur, da sie keinen sichtbaren Dreck produzieren. Stauseen produzieren durch das Verrotten des Biomaterials unter Wasser ähnlich viel klimaschädliche Gase wie Kohlekraftwerke.
Bei der Produktion von Aluminium werden dazu noch direkt CO2 und viele andere umweltschädliche Stoffe, unter anderem Schwefeldioxid sowie Schwermetalle, freigesetzt.
Dass dabei massiv in einen einmaligen, noch unberührten, Flecken Natur die noch existieren eingegriffen wird, spielt weder für die Industrie noch die Politik eine Rolle. Pläne der Isländischen Regierung sehen vor, praktisch alle größeren Gletscherflüsse mit Staudammprojekten zur Energieproduktion für die Aluminiumindustrie zu versehen. Die Folgen sind schon jetzt gravierend und es ist wichtig, diesen Prozess aufzuhalten.
Der Prozess der sich hier in Island abspielt ist nicht einzigartig. Er findet ähnlich oder mit noch gravierenderen Folgen an anderen Orten so zum Beispiel in Trinidad and Tobago, Brasilien oder Südafrika statt, an Orten an denen Menschen die die Hochtechnologie die sie dort produzieren nie nutzen werden können.
www.savingiceland.org
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