Kaffee, Kaffee, Kaffee…
Was steckt hinter den fair trade Siegeln?
Referat von und mit Rica Dauth
Dienstag, 27.11. 19:00 Uhr, Libertäres Kultur- und Kommunikationszentrum Libelle (Kolonnadenstr. 19)
Kaffee ist den meisten Menschen nur als Genuss-und Suchtmittel bekannt. Dass es nach Erdöl der meist gehandelte Rohstoff ist und dass 25 Millionen Bauernfamilien von dem braunen Gold abhängen, gerät häufig in Vergessenheit. Die seit knapp 20 Jahren anhaltende Kaffeekrise hat dramatische Folgen für die Kaffee-ProduzentInnen. Hinzu kommt erschwerend der Wettbewerb auf dem Welt-Markt. Für die ProduzentInnen bedeutet das sich entweder den gestellten Weichen der großen Kaffee- und Lebensmittelkonzerne zu beugen oder eigene Ideen und Konzepte zu entwickeln sich im Haifischbecken der Globalisierung zu behaupten. Im Idealfall sind diese Ideen so
revolutionär oder exquisit, dass sie die Aufmerksamkeit der KonsumentInnen erregen. Geschafft hat das eine zapatistische Kaffeekooperative aus dem südmexikanischen Bundesstaat Chiapas, deren Bohnen von einer kleinen Hamburger Rösterei unter dem Namen Café Libertad vertrieben werden. Die zapatistischen Kaffeebauern haben ihren fair gehandelten Bio-Kaffee auf dem Weltmarkt untergebracht ohne sich dem Diktat und den Knebelverträgen der großen Wirtschaft zu unterwerfen. Wie ist ihnen das gelungen, unter welchen Bedingungen arbeiten sie und mit welchen Schwierigkeiten sind sie konfrontiert ? Was hat Zapatismus mit Kaffee zu tun? Und war es der Bio- und Fairtrade Faktor, der Café-Libertad zu seinem Auftrieb verholfen hat? Im Warenregal der 1001 Angebote, scheinen Bio-und Fairtradeprodukte noch immer eine hinreichend „exquisite“ Alternative zu sein und eine, die suggeriert, das der Endverbraucher seinen, wenn auch kleinen Teil, für eine bessere und gerechtere Welt leistet. Gesiegelte Fairtrade-Produkte beispielsweise sollen Sicherheit beim Konsumenten wecken. Doch wer verbirgt sich hinter den Labelling-Firmen, an wen vergeben sie ihre Siegel und unter welchen Bedingungen? Fairtrade goes Mainstreaming und das nicht erst seit Plus fair gehandelte Kaffee mit ins Sortiment aufgenommen hat, um ihn kurze Zeit später wieder aus den Regalen zu nehmen. Doch welche Konsequenzen hat das massentaugliche Fairtrading für die Kaffee-ProduzentInnen, und was bedeutet diese Entwicklung für die EndverbraucherInnen? Rica Dauth hat viele Erfahrungen und Bilder zum Thema Kaffee im Gepäck die aus ihren Lateinamerikareisen stammen.
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3 Kommentare zu “Kaffee, Kaffee, Kaffee…”
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[...] Fr, 25.4. 15 Uhr “Kaffee, Kaffee, Kaffee - das schwarze Gold”: Weltmarkt, Fair Trade und zapatistische Kooperativen (Mehr Infos) [...]
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